Politiker lässt Wikipedia.de abschalten

Das Internet mit seinen “freien” Informationen ist schon was tolles. Zumindest, solange sich keiner an den Karren gefahren fühlt. Wie heute überall zu lesen ist (z.B. auch bei Heise Online), ließ der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann (Die Linke) die Internetseite Wikipedia.de per Einstweilige Verfügung abschalten. Grund war ein Artikel über Heilmann, der angeblich falsche Tatsachenbehauptungen enthalte die seinem Ruf schädigen würden. Der Klage gegen Wikimedia Deutschland folgen nun noch Strafanträge gegen mehrere Wikipedia-Autoren. Betroffen von der Einstweiligen Verfügung ist übrigens nur Wikipedia.de – im Grunde nur die Weiterleitung auf die eigentliche Wikipedia-Hauptdomain. Die deutsche Wikipedia ist weiterhin erreichbar unter de.wikipedia.org.

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5 Kommentare zu “Politiker lässt Wikipedia.de abschalten”
Jojo Geschrieben am 15. November 2008 um 23:02

Ehrlich gesagt wäre die Existenz Lutz Heilmanns fast an mir vorbeigegangen. Doch Gott sei dank hat er diesen “klugen” Schachzug gestartet um seinen Ruf zu retten, somit ist auch der letzte Hinterwäldler darüber informiert was er in der DDR getrieben hat!

Aufschnürer Geschrieben am 16. November 2008 um 11:21

Ja, ich sehe diese Aktion auch als eindeutiges Eigentor. Eine bessere Negativ-PR gibt es wohl nicht.

Leo Geschrieben am 19. November 2008 um 11:10

So sehe ich das auch. Da lässt der die ganze Seite sperren, hätte er ja auch nur die Seiten, die mit seinem Inhalt gefüllt waren sperren lassen können, nicht die ganze Seite. Unglaublich. Hat es so was schon mal gegeben? Ich glaube nicht, das ist schon ein starkes Ding.

Lukas Geschrieben am 22. November 2008 um 11:56

kaum zu glauben wie blöd man sein kann :) es war doch wohl klar, dass sich das jetzt erst recht jeder durchliest. so einen Schachzug sollte man mal mit positiver PR starten ;)
1. wikipedia seite über sich anlegen mit vielen ausgedachten positiven informationen (jüngster millionär europas) natürlich vom internetcafe aus damits keiner mitkriegt.
2. wikipedia verklagen
3. sich darüber freuen dass man überalla uf der straße angesprochen wird

möglicherweise wird dannaber auch gleich die hauptseite editiert, deswegen sollte man mit den informationen nicht zu dick auftragen damits keiner merkt :D

Julia Geschrieben am 12. Januar 2009 um 18:14

Was mir an der Sache nur seltsam vorkommt ist das er sich nicht an Wikipedia wendet und bittet den Artikel zu entfernen, oder zumindest die falschen Informationen herauszulöschen.
Er hat ja sogar die Möglichkeit sich selbst anzumelden und die seiner meinung nach falschen informatioenn zu verbessern.
Er hat ja noch ein gewisses persönlichkeitsrecht an allem was ihn betrifft, durfte also kein grund zur Panik sein.
Also alles sehr seltsam. Man sollte sich mal die AGB’s von Wikipedia genauer durchlesen, sie geben doch glaube ich sogar an das sie sich nich für die Richtigkeit der Informationen zu verbürgen oder?

Die idee von lukas finde ich richtig gut :D wäre doch auch eine alternative möglichkeit seinen Namen oder seine Firma etwas bekannt zu machen :D

alles liebe
jule

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